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Geschichte

...Turidin stand an einem Fenster der Hütte und starrte in die Nacht. Unzählbar viele Sterne prangten am Himmel und nur hier und da zog ein Wolkenfetzen in blassem Lila über den Horizont. Er blickte auf Fengrin und flüsterte: "Du wolltest ein Abenteuer, Fengrin? Du bist schon mittendrin!" Dann lächelte er und wandte sich wieder den Sternen zu..."

Fast 1000 Jahre umfassen die drei Hauptbücher der Balior Chroniken. Wir erleben die Kriege der Menschen und Zwerge, der Orks und Trolle. Haben Einblick in die Welt der Götter und ihrer Kinder und verfolgen die Geschichte herausragender Clans und Familien dieser Welt. Das Epos beginnt...


Die gesamte Geschichte des Landes, wie sie bisher gefunden wurde:

„Balior Chroniken“ in drei Büchern:
Frühling 2013 „Fengrin der Zwerg“,
Frühling 2014 „Der Bund der Freien Völker“,
Frühling 2015 „Licht und Schatten“

Winter 2015 „Zwergenaufstand“
Winter 2016 die „Die Ostland Saga“

Die Ursprünge meiner Balior Chroniken liegen noch vor dem Jahr 2000, also noch im letzten Jahrtausend. Reelle Züge nahm das Werk erst ab 2002 an. Ich brach mir ein Bein und hatte Zeit. Vor allem war ich 30 und hatte den Drang, etwas anderes zu versuchen. Fast 15 Jahre Musik zu dem Zeitpunkt reichten mir.
Ich schrieb „Balior“. Das Buch, das in großen Teilen heute als „Licht und Schatten“ veröffentlicht wird. Der nächste Copyshop packte das Werk in eine annehmbare Buchform und Familie und Patenkinder wurden Weihnachten 2002 beschenkt. Da keins meiner Patenkinder zu diesem Zeitpunkt bereits lesen konnte, bekam ich Feedback von den Eltern und das war positiv.
Natürlich sagt man keinem, dass er da Monate lang an absolutem Mist geschrieben hat, doch die 30% „Freundschaftsbonus“ in der Kritik zog ich direkt ab.
Ich hatte Spaß am Schreiben und immer mehr Leute durften meine zerfledderte „Balior“ Ausgabe lesen. Ich schickte angespornt von den positiven Kritiken Exemplare zu den namhaften Verlagen, um in schönen Abständen die üblichen Absagen zu erhalten.
Ab und an kam auch gar nix zurück.
Trotzdem wollte ich nun Bücher schreiben. Immerhin hatte ich in den 1990gern beim Aufbau einer Musikrichtung geholfen und habe mich auch damals nicht von der Ablehnung irgendwelcher Label abhalten lassen.
Da ich mich nie mit etwas mir nicht wichtigem aufgehalten habe, begann ich ohne einen lästigen Umweg über Kurzgeschichten nun eine Chronik, die ich, als Debüt, vorsichtig mit etwa 1000 Seiten ansetzte.
Aus „Balior“ wurde das Buch „Licht und Schatten“ und, um das ganze Werk nett und überschaubar in Gang zu bringen, kam mit „Fengrin“ nun der erste Teil meiner Welt. Die Flut schien mir ein guter Anfang, was der Bibel recht ist konnte mir nur billig sein.
Doch schon Fengrin warf Fragen auf. Und mir schwante bereit, dass es nicht bei der geplanten Trilogie bleiben könnte. Ich hatte meinen Plan, das Werk zu veröffentlichen hinten angestellt, denn als Weihnachten 2003 Fengrin fertig war, war mein Problem mit der Chronik größer als zu Beginn. Zu wenige Schlachten in Fengrin. Und Schlachten wollte ich. Zu wenige Zwerge insgesamt. Denn was der sehr geehrte Herr Tolkin in seinem Werk zu kurz kommen ließ, waren meiner Meinung nach Zwerge. Und damals gab es keinerlei Werke, die sich um den Zwerg als solchen kümmerten. Der mittlere Teil meiner Chroniken musste also einiges an Zwergen und einiges an Schlachten mitbringen. Nebenbei erfuhr ich beim Schreiben, dass meine Orks sich auch nicht einfach so als Blödmänner vom Dienst abschieben ließen.
Pünktlich, wieder zu Weihnachten 2004, schloss sich der Kreis und die Trilogie war für den Hausgebrauch fertig. Ich unternahm noch einmal den Versuch, dass sich ein Verlag darum kümmerte. Doch das Beste, was diesmal dabei herauskam war die Absage einer Literaturagentin, die sich mit mir über Tattoos unterhielt und mir dann freundlich die Gründe für die Absagen erklärte: Der Schreibstil zu alt, zu viel Religion, zu schwer zu folgen.
Sie gab mir den Rat „Bücher, in denen Menschen in eine Art Zwischenwelt kommen, verkaufen sich gerade gut!“
Ja, ok danke… Man verdiente um die Euroeinführung als Tätowierer sehr gut und ich musste nun Gott sei Dank keine Bücher verkaufen um zu leben. Ich wollte, dass die Leute es lesen und Spaß haben. Mit seiner eigene Kunst, das weiß ich heute nach 25 Jahren Musik, verdient man nichts, man macht es, weil es Spaß macht und wenn es keinen Spaß macht, hört man auf. Folglich wurde Balior auch nur noch einmal überarbeitet und außer „Ja ich hab da ein 1000 Seiten Epos geschrieben…“ wurde auch nicht weiter darüber gesprochen.

Dann kam der Krebs. Man sollte ohne Drama sein Leben ordnen, wenn man die Aussicht hat das es nur noch kurz ist. Und ich ordnete. Die Musik, das Studio und Privat. Dabei stolperte ich über mein Buch. Und mein Interesse, der Nachwelt mehr als die Musik zu hinterlassen, war groß in den Tagen. Während der Chemo mich mit Verlagen rum zu ärgern, dazu fehlte mir die Kraft. Ich übergab also mein musikalisches sowie das literarische Werk meinem Label „KMG“ bzw. „Impact Records“. Impact wollte sich ohnehin als Verlag im Sektor der Punk und Szenebücher versuchen, da kam „Fengrin“ als fertiges Buch gelegen. Ich schickte also mein inzwischen nur noch aus einzelnen Seiten bestehendes Büchlein an dieselben Leute, die sich sonst durch unsere Studioalben quälen mussten und ich wusste, dass ich dort ein recht genaues Feedback bekommen würde. „Fengrin“ ging glatt durch und wir wurden „Verlag“ und „Autor“.

Ich kann nicht leugnen, dass mein Interesse an Geschichte und Religionen in der Chronik durchscheint und auf einer verborgenen Ebene ist es wohl noch schlimmer. Aber ich hoffe trotzdem, dass es den Leuten gefällt. In erster Linie soll es unterhalten. Mir hat es Spaß gemacht, es zu schreiben. Es wäre perfekt, wenn es Spaß machen würde, es zu lesen.

Die Chroniken sind für nasse oder kalte Tage geschrieben. Immer dann, wenn eine Heizung, ein Kamin oder ein warmes Getränk Sinn machen.
Ich glaube, an solchen Tagen machen die Bücher am meisten Spaß, denn es ist oft kalt und verdächtig oft schneit oder regnet es in meinen Geschichten.
„Eicheltee“ gibt es übrigens tatsächlich und wurde in Deutschland nach dem Krieg als „Eichelkaffee“ bekannt. Mit Milch und Zimt schmeckt er sogar.
Das bringt uns zum nächsten Punkt:
Balior und alles, was auf und neben dieser Welt spielt, ereignet sich stets auf mehreren Ebenen. Siehe dem Eicheltee.
Diese kann man verfolgen und genauer betrachten, eventuell erleben oder aber einfach mitlesen und sich der primären Geschichte widmen.
Es gibt kleine und größere Beispiele für solches Geschehen.

Die Götter, die anfangs noch völlig real und ganz präsent auf Balior handeln. Die später immer mehr in den Hintergrund treten und letztlich fast ausschließlich durch „Orakel“ und „Propheten“ agieren. Sind durchaus „unserer“ Geschichte nachempfunden. Unserer Beziehung zu Gott oder Göttern, je nachdem welcher Religion die Menschen unserer Gegenwart anhängen.
Viele Namen stehen in Bezug zueinander, oft hilft einfach eine Suchmaschine im Internet oder ein Sagenhandbuch, um sie zu finden. Manchmal erfährt man so noch eine weitere Geschichte.
Doch all dies muss man nicht tun, um die Chroniken einfach nur zu lesen.
Diese Dinge zu platzieren war mein persönlicher Spaß an dem Ganzen.
Genau wie die Vorbereitung des Schreibens mit Schwertkampf Seminar, Mittelalter Vorträge, sogar eine lange Stunde mit einem Physiker und viele Reisen.
Natürlich steht im Vordergrund der Chroniken eine Geschichte um Zwerge und Orks, um Menschen und Elben.
Eine weitere Schicht beschäftigt sich mit Freiheit und Macht und den daraus resultierenden Möglichkeiten und der Verantwortung. Gerade in Bezug auf die kulturelle Verschiedenheit der Zwerge, Menschen und Orks werden die Sichtweisen verschiedener Zivilisationen herausgehoben. Interessant ist das sich diese Kulturen nicht nur aufgrund der Herkunft (der jeweiligen Götter) sondern gerade auch aufgrund ihrer verschieden langen Lebenszeit unterscheiden. Es geht in dem Buch um Entscheidungen und Willen. Es geht um Wut und Verletzung.
Das alles ist gebettet in einen ewigen Kreislauf von Handlungen und Gegenwirkungen. Letztlich soll dieses Buch aber primär eins: Unterhalten. Wer dann Spaß daran findet die Ebenen zu ergründen, sollte dies tun. Ich bin mir sicher, dass jeder etwas finden wird.
„Balior“ ist eine Welt, die sich und ihre Philosophie aus sich heraus entwickelt hat. Diese Welt wurde nicht als bloßer Zweck für eine Geschichte ausgebildet, sondern sie erschuf sich aus den Anfängen heraus und brachte verschiedene Ideologien mit. Man kann die Bücher mit 14 oder 74 lesen und verstehen. Man kann sie als kriegerischer Ork oder als freiheitsliebender Mensch lesen und wird immer eine etwas andere Geschichte finden. „Fengrin der Zwerg“ trägt den Zusatztitel „Vom Anfang“ und das ist es auch. Ähnlich wie der Wegweiser an den der Zwerg zu Beginn seiner Reise kommt, ist dieses Buch der Anfang von vielem.
„Der Bund der Freien Völker“ mit dem Zusatz „Vom Krieg“ spiegelt viele Facetten des Krieges wieder und ist weit ab der beschaulichen Welt, in der Fengrin und seine Freunde lebten.
„Licht und Schatten“ das Buch „Vom Ende“ verlässt unsere Freunde die Zwerge und zeigt uns nach dem Ende viele Möglichkeiten auf, was passieren wird. Aber keine Angst, keines der Bücher hat einen „Cliffhanger“. Jedes Buch kann für sich alleine stehen und erzählt seine Geschichte. Balior ist ein Kreislauf mit Anfang und Ende, indem der Leser zum Schluss einen kleinen Spalt geschenkt bekommt, um sich selber zu überlegen, wie es beginnt.
Viel Spaß!

Gian-Franco Salvatore Messina